Podiums-Diskussion Amerikanischer Urologenkongress, Las Vegas, USA

11.09.2021

In der Zeit vom 10. bis 13. September 2021 fand in Las Vegas, USA, der jährliche Kongress der Amerikanischen Gesellschaft für Urologie statt. Weltweit ist dies neben dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Urologie die wichtigste wissenschaftliche Veranstaltung des urologischen Fachgebietes. Im Rahmen dieses Kongresses war Prof. Dr. med. S. Lahme zu einer Podiumsdiskussion zum Thema: „Mini-PCNL versus Ureterorenoskopie: effektiver oder nur invasiver?“ eingeladen.

Das weltweit erste Spezialendoskop für die Mini-PCNL bei erwachsenen Patienten wurde 2001 von Prof. Dr. med. S. Lahme vorgestellt. Seither hat sich die neue minimal-invasive perkutane Operationstechnik als neuer Standard der perkutanen Harnsteinbehandlung etabliert und stellt oft eine Behandlungsalternative zur flexiblen Ureterorenoskopie dar. In den Vereinigten Staaten von Amerika hat die Mini-PCNL erst in den letzten Jahren vermehrt Einzug gehalten.

Dr. Marcelino Rivera von der Indiana Universität hat in der kontroversen Diskussion den Vortrag „pro Ureterorenoskopie“ und Prof. Dr. med. S. Lahme den Vortrag „pro Mini-PCNL“ gehalten. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Mini-PCNL gegenüber der retrograden Ureterorenoskopie den Vorteil einer höhreren Steinfreiheitsrate hat. Allerdings spielt bei der Mini-PCNL die Erfahrung des Operateurs eine große Rolle. Nur erfahrene Operateure erreichen bei der Mini-PCNL dieselben niedrigen Komplikationsraten, wie bei der flexiblen Ureterorenoskopie. Aus Patientensicht ist es deshalb wichtig zu beachten, dass ein etwaiger Operateur sowohl die Mini-PCNL als auch die flexible Ureterorenoskopie beherrscht und deshalb bei der Auswahl des Opertionsverfahrens immer die beste Wahl treffen kann.

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